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Datum: 29.05.2019

Eutin will Smart City werden

Eutin will zur Smart City werden und als intelligent vernetzte Stadt die Lebensqualität, die Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit des Standortes verbessern und Lösungen für bevorstehende Herausforderungen bieten. Die Eutiner Stadtvertretung hat die gemeinsame Bewerbung der Stadt Eutin und der Stadtwerke Eutin als Modellprojekt „Smart City“ in ihrer gestrigen Sitzung mit großer Mehrheit befürwortet.

Die Digitalisierung prägt mehr und mehr das Leben und die Struktur von Städten und Gemeinden. Deshalb hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, „Modellprojekte Smart Cities“ zu fördern, in denen beispielhaft für deutsche Kommunen strategische und integrierte Smart-City-Ansätze entwickelt und erprobt werden sollen.

 

„Smart City“ ist ein Sammelbegriff für Entwicklungskonzepte für technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Das Ziel des Modellprojektes ist es, Städte effizienter, grüner, sozialer und technologisch fortschrittlicher zu gestalten.

Konkret geht es zum Beispiel um eine nachhaltige Energieversorgung, Lösungen für die Wirtschaft und Tourismus, gesündere und komfortablere Wohnräume, intelligentere Verkehrs- und Transportsysteme, bessere und gerechtere Bildung und transparente und schnelle öffentliche Dienstleistungen der Verwaltung, erklärte Bürgermeister Carsten Behnk jetzt anlässlich der Vorstellung der Eckpunkte einer digitalen Strategie für die Stadt. „Das Programm Smart City setzt die Stadtentwicklung konsequent fort und verknüpft alle Lebensbereiche mit der digitalen Zukunft. Wir entwickeln Eutin 2030 und darüber hinaus.“

Eine wesentliche Grundlage für eine intelligente und digitale Stadt sei dabei die Bereitstellung moderner Netzstrukturen. „Hier sind wir durch unsere Stadtwerke, die die gesamte Stadt mit Glasfaser für schnelles Internet ausrüsten bereits auf einem hervorragenden Weg,“ sagte Eutins Bürgermeister Carsten Behnk weiter.

Um Projekte zügig voranbringen zu können, die der Stärkung und Entwicklung des Standortes Eutin im digitalen Zeitalter dienen, solle zunächst ein Konzept unter Einbindung der BürgerInnen, Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus allen Lebensbereichen der Stadt Eutin zur ganzheitlichen Umsetzung einer digitalen Stadt erarbeitet werden, erläuterte gestern Abend Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin GmbH.

„Die Projekte können sowohl in der Umsetzung technischer Lösungen liegen, wie auch im Bereich Bildung oder bei den Soft-Skills,“ so der SWE-Chef in der Stadtvertretung. Was schließlich konkret umgesetzt werde, sei das Ergebnis einer zweijährigen Konzeptphase und werde mit allen Beteiligten in der Stadt Eutin erarbeitet.

Das Förderprogramm ist auf sieben Jahre angelegt (2 Jahre Konzept-, fünf Jahre Umsetzungsphase). Im Falle der Aufnahme in das Projekt beträgt der Eigenanteil der Stadt für die gesamte Laufzeit von sieben Jahren rund 600.000 Euro zuzüglich des Anteils der SWE von nochmal 600.000 Euro. Die Höhe der Förderung würde bei erfolgreichem Projektzuschlag bei 10,8 Millionen Euro liegen.

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