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Einzelhandelskonzept

Das Einzelhandelskonzept (EHK) wird fortgeschrieben

Die cima Beratung und Management GmbH, Lübeck, ist mit der Fortschreibung des von der GMA im Dialog mit der Verwaltung erstellten Einzelhandelskonzeptes (kurz EHK) aus dem Jahr 2013 beauftragt.   Ein Arbeitskreis mit TeilnehmerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft begleitet den Prozess. Die interessierte Öffentlichkeit wurde über eine Informationsveranstaltung mit eingebunden.

Die Fortschreibung des EHK dient der zeitgemäßen Anpassung des Entwicklungskonzeptes sowie der städtebaulichen Planungen für den Einzelhandel in Eutin und der Ermittlung von Potenzialen zur Qualitätsaufwertung bestehender schützenswerter Einzelhandelsstandorte. Die Aufgabe beinhaltet eine gesamtstädtische Betrachtung der Einzelhandelsnutzungen.

Im Arbeitskreis wurden u. a.  die Ausgangslage erörtert sowie die Ergebnisse der Datenerhebung vorgestellt. Das fortzuschreibende Konzept soll den Blick auf den Einzelhandel aus kommunaler Perspektive eröffnen. Es soll nicht Wettbewerb verhindern, sondern diesen auf gewollte Standorte konzentrieren.

Der Einzelhandel sieht sich einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt mit veränderten Rahmenbedingungen. So nimmt nach einer  Analyse der cima der Druck durch das Online-Geschäft zu und das Käuferverhalten ändert sich.

Für die Stadt Eutin wurden 158 Einzelhandelsbetriebe erfasst mit einer Gesamtverkaufsfläche von 48.575 m² und einem Gesamtumsatz von ca. 135 Millionen Euro (brutto p. a.). Die Auswirkungen der LMK-Umstrukturierungen sind noch einzupflegen.

Die Handelszentralität liegt aktuell bei 146 und damit um 9% schwächer als 2013. Handelszentralität meint das Verhältnis aus  Einzelhandels-Umsatz zur vor Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft. Werte über 100 % weisen auf eine Anziehungskraft der Stadt hin, die sie z. B. als Mittel- oder Oberzentrum auf ihr Umland ausübt und dessen Bewohner stärker zum Einkauf in ihrem Einzelhandel bewegt als umgekehrt die eigene Bevölkerung ihre Kaufkraft nach außen trägt.

Der Rückgang der Handelszentralität in Eutin ist laut cima u.a. auf ein stärkeres regionales Wettbewerbsumfeld (z.B. Lübeck und Kiel mit Einkaufscentern), den Ausbau des Nahversorgungsangebotes im Umland und den zunehmenden Wettbewerb durch den Online-Handel zurückzuführen.

Insgesamt ist die Einzelhandelssituation am Standort Eutin nach Angaben der cima weiterhin als sehr gut zu bewerten. Die Handelszentralität von 146 signalisiert Kaufkraftzuflüsse aus dem Marktgebiet sowie durch Tagesgäste und Touristen. Das Einzelhandelsangebot in Eutin wird als attraktiv eingestuft. Die Kaufkraftzuflüsse aus der Umgebung basieren auf der Angebotskompetenz des innerstädtischen Einzelhandels und der großflächigen Fachmarktkonzepte an den Sonderstandorten Industriestraße/Johann-Specht-Straße und Plöner Straße.

Angebotslücken sieht die erste Analyse in den Branchen Sportartikel/Fahrräder und Möbel. Demnach könnten weitere inhabergeführte Einzelhandelsbetriebe und Filialisten das Angebot quantitativ und qualitativ ergänzen.

Die Fertigstellung der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Eutin ist durch Beschlussfassung in der Stadtvertretung am 26.06.2019 vorgesehen, so dass ab Mitte 2019 mit dem fortgeschriebenen Planungsinstrument als „informelles städtebauliches Entwicklungskonzept“ als Basis für die Stadtentwicklung gearbeitet werden kann.

Aktuell

Zur Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes werden kurz- bis mittelfristig  Bebauungspläne mit MI- und GE/GI-Gebietsausweisungen geändert, die  schädliche Auswirkungen auf die o.g. städtebaulichen Ziele der Stadt  Eutin haben bzw. haben können. Weiterhin kann es zum Schutz der im  Konzept dargelegten zentralen Versorgungsbereiche erforderlich sein für  bestimmte Gebiete (Innenbereich nach § 34 BauGB) Bebauungspläne neu  aufzustellen. Dabei ist der Bestandsschutz hinsichtlich der derzeit  ausgeübten oder planerisch möglichen Baurechte zu beachten und nach den  Vorschriften des BauGB geschützt. Der Fachbereich Bauen wird hierzu ein  entsprechendes Umsetzungskonzept mit Darlegung von Prioritäten vorlegen.
Das Einzelhandelskonzept sollte regelmäßig überprüft und an wesentliche  Veränderungen der Stadtentwicklung und der Marktsituation angepasst  werden. Üblicherweise ist dies nach 5 bis 7 Jahren erforderlich.

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28. März 2019

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