Hilfsnavigation

Sprache

Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland

Merkblatt

Bäume, Sträucher, Hecken

Für das Fällen von Bäumen gibt es keine Baumschutzsatzung mehr. Dennoch muss im Einzelfall geprüft werden, ob der Baum ortsbildprägend ist oder nicht. Die Entscheidung trifft der Kreis Ostholstein, Fachdienst Naturschutz.

Sträucher und Hecken, die in den öffentlichen Verkehrsraum hinein ragen, müssen auf eine lichte Höhe von 2,50 m und Bäume auf eine lichte Höhe von 4,00 m zurückgeschnitten werden. Andernfalls stellen sie eine Behinderung bzw. Gefährdung von Fußgängern, Radfahrern und anderen Fahrzeugführern dar. Gesetzliche Grundlage ist das Straßen- und Wegegesetz.

Grillen im Freien

Wenn der Nachbar grillt, kommt es manchmal zu Klagen über Geruchsbelästigung, weil Qualm vom Balkon nach oben oder von der Terrasse in offene Fenster oder zur benachbarten Terrasse zieht. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die das Grillen im Freien verbietet (außer an ganz bestimmten Orten wegen evtl. Brandgefahren), aber extreme Geruchsbelästigung kann u. U. ein Verstoß gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz darstellen, denn schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne dieses Gesetzes sind Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen. Wie in vielen Lebenslagen gilt auch hier: Nehmen Sie gegenseitig aufeinander Rücksicht, dann kommen auch keine Klagen.

Hunde

(Verstöße = Ordnungswidrigkeiten nach dem Gefahrhundegesetz, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 € geahndet werden können.)

 

  • Führen von Hunden

Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen. Die Hundehalterin/Der Hundehalter muss die Gewähr dafür bieten, dass der Hund sicher zu führen ist.

 

  • Leinenzwang

Hunde sind an der Leine zu führen

-          in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,

-          bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,

-          in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park-, Garten- und Grünanlagen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufgebiete,

-          bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen, in Treppenhäusern, in Aufzügen, in Fluren und in sonstigen von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen,

-          in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln,

-          in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen,

-          auf Friedhöfen,

-          auf Märkten und Messen.

 

·       Mitnahmeverbot

Es ist verboten Hunde mitzunehmen in

-          Kirchen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser,

-          Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume und

-          Badeanstalten sowie auf Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen.

 

  • Kennzeichnung

Wer einen Hund außerhalb des befriedeten Besitztums führt oder laufen lässt, hat diesem ein Halsband, eine Halskette oder eine vergleichbare Anleinvorrichtung mit einer Kennzeichnung anzulegen, aufgrund derer die Hundehalterin/der Hundehalter ermittelt werden kann.

 

Gefährliche Hunde

Als gefährlich gelten Hunde der Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden. Es gibt im Gefahrhundegesetz noch weitere Regelungen wann auch andere Hunderassen als gefährlich eingestuft werden können.

 

  • Leinenzwang

Außerhalb des befriedeten Besitztums sind gefährliche Hunde an einer Leine zu führen, die höchstens 2 m lang sein darf. Diese Anleinpflicht gilt nicht in Hundeauslaufgebieten (haben wird z.Zt. bei uns nicht), wenn der Hund einen Maulkorb trägt.

 

  • Kennzeichnung

Jedem gefährlichen Hund ist außerhalb eines befriedeten Besitztums ein leuchtend hellblaues Halsband anzulegen.

 

  • Maulkorb

Gefährlichen Hunden ist außerhalb eines befriedeten Besitztums sowie bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen, in Treppenhäusern, in Aufzügen und in Fluren ein Maulkorb anzulegen.

 

Lärmbelästigung/Feiern im Freien/in der Wohnung

Private Feiern, wie die Gartenparty, die Geburtstagsfeier oder ähnliche geben auch immer wieder Anlass zu Beschwerden. Insbesondere wegen der andauernden Lärmbelästigung bis spät in die Nacht oder bis zum Morgengrauen hinein. Am besten umgeht man Beschwerden, wenn man die Nachbarn vorher informiert und um Verständnis bittet, denn Nachbarn, die sich nachts über Lärmbelästigung beschweren, befinden sich im Recht.

Der weit verbreitete Glaube, einmal im Monat dürfe man feiern und somit auch den dadurch entstehenden Lärm habe man zu dulden ist falsch. Nach § 17 Abs. 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes handelt ordnungswidrig, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen.

Allgemein hat sich herauskristallisiert, dass etwa ab 22.00 Uhr der Schallpegel reduziert werden muss, d.h., Musik und Unterhaltung auf Zimmerlautstärke drosseln, damit die Nachtruhe nicht gestört wird. Die Ordnungsbehörde kann Ausnahmen anlässlich von öffentlichen Veranstaltungen zulassen.

 

Rasenmäherlärm

Rasenmäher dürfen nicht an Sonn- und Feiertagen und werktags nicht zwischen 20.00 Uhr und 7.00 Uhr betrieben werden. Es spielt keine Rolle, ob der Rasenmäher mit Verbrennungs- oder mit Elektromotor betrieben wird. So genannte lärmarme Rasenmäher oder Maschinen mit dem Umweltzeichen dürfen auch nicht während der angegebenen Zeiten betrieben werden.

Gleiches gilt für Heckenscheren, Motorkettensägen, Rasentrimmer, Rasenkantenschneider, Vertikutierer, und Schredder (Häcksler).

 

Respektieren Sie die Mittagsruhe von Kleinkindern und Senioren und mähen Sie nicht unbedingt in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr.

 

Mittagsruhe

Die viel zitierte Mittagsruhe im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die weit verbreitete Meinung, in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr, habe Ruhe zu herrschen, ist falsch. Eine Mittagsruhe kann nur im Rahmen von Hausordnungen, zu deren Einhaltung sich die Mieter eines Hauses verpflichten, beschlossen werden.

Gleichwohl sollte man im Rahmen gegenseitiger Rücksichtnahme und guter nachbarschaftlicher Beziehungen nicht gerade in der Mittagszeit den Rasen mähen oder anderweitig Lärm machen.

 

Pflanzliche Abfälle (z.B. Feuer im Garten)

Seit einigen Jahren haben wir die getrennte Abfallsammlung und -beseitigung. Dieses hat zwangsläufig zur Folge, dass biologische Abfälle aller Art in die braune Tonne gehören, wenn sie nicht kompostiert werden, so auch sämtliche pflanzlichen Abfälle aus dem Garten.

Das Verbrennen von geringen Mengen pflanzlicher Abfälle (max. 1 m³) im Garten sollte man nur ausnahmsweise durchführen. Dabei muss auf Rauch- und Geruchsentwicklung und dadurch entstehende Belästigungen der Nachbarn Rücksicht genommen und auf evtl. Brandgefahren geachtet werden.

Derartige Feuer brauchen beim Ordnungsamt nicht mehr angemeldet zu werden. Gleichwohl empfiehlt es sich die Polizeistation Süsel sowie die örtlich zuständige Feuerwehr zu informieren. 

Sonntagsruhe

Das Gesetz über die Sonn- und Feiertage bestimmt in seinem § 3: "Die Sonntage und gesetzlichen Feiertage sind Tage allgemeiner Arbeitsruhe. Öffentlich bemerkbare Handlungen, die dem Wesen der Sonn- und Feiertage widersprechen, sind verboten. Gem. § 4 sind gesetzliche Ausnahmen zugelassen, wie z.B. eine nicht gewerbsmäßige, leichtere Betätigung in Haus und Garten.

Sylvesterknallen/private Feuerwerke

Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen in der Zeit vom 02. Januar bis zum 30. Dezember nicht abgebrannt werden. Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kl. II auch am 31. Dezember und 1. Januar nicht abbrennen. Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Kirche, Kinder- und Altersheimen ist verboten. Aus brandschutzrechtlichen Gründen ist es nicht erlaubt, in unmittelbarer Nähe von Häusern mit Reetdächern (200 m Abstand!) Knallkörper/Raketen (Flugweite bis zu 180 m) abzubrennen. Die Gemeinde kann über das Ordnungsamt entsprechende Gebietsverbote erlassen.

Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung der Knallkörper, letztendlich sind Erziehungsberechtigte oder aber die Kinder und Jugendlichen selbst verantwortlich und müssen gegebenenfalls ein Strafverfahren über sich ergehen lassen. Im Schadensfall kommen u. U. hohe Schadensersatzansprüche auf Sie zu, daran sollte man immer denken.

Private Feuerwerke sind nur zulässig, sofern sie von einem Pyrotechniker, der eine Erlaubnis gem. § 7 Sprengstoffgesetz besitzt, durchgeführt werden. Diese Feuerwerke sind beim Ordnungsamt anzuzeigen!

Sondernutzung

In der Gemeinde Süsel gibt es eine sogenannte Sondernutzungssatzung. Diese regelt die Benutzung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen über den Gemeingebrauch hinaus. Hierzu zählen insbesondere das Aufstellen von Baubuden, Bauzäunen, Gerüsten, Schuttrutschen, das Abstellen von Arbeitswagen, Baumaschinen und Geräten, die Lagerung von Baustoffen und Bauschutt, das Abstellen von nicht zugelassenen aber zulassungspflichtigen sowie von nicht betriebsbereiten Fahrzeugen und Anhängern, sowie das Aufstellen von Containern. Die Sondernutzungserlaubnis ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren erfahren Sie je nach Einzelfall bei uns.