Hilfsnavigation

Sprache

Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland

R i c h t l i n i e n

zur Förderung der Jugendarbeit durch die Gemeinde S Ü S E L

gemäß Beschluss der Gemeindevertretung vom 13. 12. 2001

- - - - - -

Die Gemeinde Süsel fördert nach den Bestimmungen des Gesetzes zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (KJHG) vom 26.06.1990 (BGBl I S. 1163) und des 1. Gesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Jugendförderungsgesetz - JuFöG - ) vom 05.02.1992 (GVOBL. SH 1992 S. 158) in Verbindung mit den erlassenen Verordnungen in den jeweils gültigen Fassungen Maßnahmen, Einrichtungen und Veranstaltungen der Jugendarbeit.

Inhaltsübersicht:

1.    Zuwendungen für die Beschaffung von Arbeitsmaterial,
2.    Jugendfreizeiten,
3.    Jugendferienwerk,
4.    Internationale Begegnungen,
5.    Aus- Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in der Jugendarbeit,
6.    Jugendbildung und Studienfahrten,
7.    Zuwendung zu den Personalkosten in der Jugendarbeit,
8.    Zuwendung für ehrenamtliche Mitarbeiter/- innen in der Jugendarbeit,
9.    Förderung von innovativen Projekten in der Jugendarbeit,
10.Förderung von Baumaßnahmen an Jugendeinrichtungen,
11.Schlussbestimmungen.

- - - - - -

1. Zuwendungen für die Beschaffung von Arbeitsmaterialien

1.1 Zur Beschaffung von Arbeitsmaterialien können Träger der freien Jugendhilfe, die ihren Sitz in der Gemeinde Süsel haben, Zuschüsse erhalten.

1.2 Es werden Materialien für kulturelle, politische und außerschulische Jugendarbeit sowie Sportgeräte aus Gemeindemitteln gefördert.

Nachfolgende Gegenstände/Geräte werden nicht als zuwendungsfähig anerkannt:
   ·       Bekleidung, wie Trachten, Schießjacken u.ä.,
   ·       kurzlebige Verbrauchsgüter, wie Bälle, Bastelmaterialien u. ä.,
   ·       Büromaterialien,
   ·       Ersatzbeschaffungen an Mobiliar,
   ·       Kraftfahrzeuge/Motoren und KFZ-Zubehör,
   ·       Geräte zur Unterhaltung von Gebäuden und Außenanlagen und
   ·       Tiere jeder Art.

1.3  Der Zuschuss kann grundsätzlich bis zur Höhe von 1/3 der Gesamtbeschaffungskosten festgesetzt werden.
      Der Eigenanteil des Antragstellers muss die Höhe des Gemeindezuschusses erreichen

1.4 Die Förderung wird auf 25,00 €, höchstens jedoch auf 1.025,00 € je Jugendgruppe und      Haushaltsjahr festgesetzt.

1.5 Ohne Einwilligung der Gemeinde getätigte Anschaffungen werden nicht bezuschusst.

1.6 Von der Gemeinde können Gegenstände beschafft werden, die zu besonderen Anlässen übergeben werden.

2.        Jugendfreizeiten

2.1 Den Trägern der freien Jugendhilfe in der Gemeinde Süsel werden zur Durchführung von Jugendfreizeiten Zuwendungen
     gewährt. Die Höhe pro Tag und Teilnehmer/ - in wird auf
2,05 € festgesetzt, für Fahrten in die Gemeinde Poseritz (Rügen)
     beträgt der Zuschuss 
2,55 € je Tag und Teilnehmer/ - in. An- und Abreisetag gelten als ein Tag.

2.2 Die Förderung setzt voraus, dass
     a) die Freizeiten mindestens drei Tage dauern, 
     b) grundsätzlich Übernachtungs- und Verpflegungskosten anfallen. 
     c) grundsätzlich mindestens sieben Mitglieder unter 27 Jahren an den Freizeiten  teilnehmen,
     d) das Reiseziel außerhalb der Gemeinde Süsel liegt.

2.3 Die Jugendfreizeiten sollen von anerkannten Jugendgruppenleitern/-leiterinnen oder in der Jugendarbeit erfahrenen Personen geleitet werden.

2.4 Für einzelne Jugendliche, die ihren ersten Wohnsitz in der Gemeinde Süsel haben, können die gleichen Förderungsbeiträge gewährt werden, wenn sie an Maßnahmen von Organisationen teilnehmen, die öffentlich anerkannt sind und außerhalb der Gemeinde ihren Sitz haben.

2.5 Nehmen Jugendliche aus anderen Gemeinden an Maßnahmen von Trägern teil, die in    der Gemeinde Süsel ihren Sitz haben, können keine Zuwendungen gewährt werden.

2.6 Die Zuwendungen für Jugendfreizeiten werden vom Bürgermeister bewilligt.

3.       Jugendferienwerk  

Die Gemeinde Süsel führt jährlich Ferienfreizeiten bzw. Ferienpassaktionen vor Ort durch.

4. Internationale Begegnungen

4.1 Internationale Jugendbegegnungen werden von der Gemeinde Süsel sowie von Trägern der freien Jugendhilfe veranstaltet.
    
 Insbesondere sollen die Kontakte zu den ausländischen Partnern der Gemeinde Süsel durch internationale Begegnungen
     und Austausch gefördert werden.

4.2 Internationale Begegnungen der Träger der freien Jugendhilfe werden von der   Gemeinde Süsel bezuschusst. Die Höhe der 
     Zuwendungen beträgt pro Tag und Teilnehmer/-in 2,55 €, bei Jugendbegegnungen in der Rudbjerg Kommune (DK) beträgt die
     Höhe der Zuwendungen 3,07 € pro Tag und Teilnehmer/-in (An- und  Abreisetag gelten zusammen als ein Tag).
  

4.3 Eine Förderung erfolgt unter der Voraussetzung, dass

      a)  die Teilnehmer/-innen in der Regel der Altersgruppe von über 14 und unter 27 Jahren angehören,
      b)  mindestens sieben Mitglieder der vorgenannten Altersgruppen an der  Begegnung teilnehmen,
      c)  die Mindestdauer einer Begegnung grundsätzlich sieben Tage beträgt;
           bei der Begegnung mit der dänischen Rudbjerg Kommune reichen schon zwei Tage aus,
      d)  die Maßnahmen vor- und nachbereitet werden, 
      e)  gemeinsam das aufgestellte Programm durchgeführt wird,
      f)   Kontakte mit Gegenbesuche entwickelt werden.

4.4 Für Begegnungen im Gemeindegebiet erhalten nur die ausländischen Gäste und für   Begegnungen im Ausland nur die deutschen Teilnehmer/-innen Zuwendungen.

4.5 Bei der Begegnung in einer Einrichtung in der Gemeinde Süsel mit Übernachtungs- und   Verpflegungskosten können nur die ausländischen Teilnehmer/-innen gefördert werden.

4.6 Ziffern 2.4 und 2.5 gelten entsprechend, 2.6 Zuwendungen für internationale  Jugendbegegnungen werden vom Bürgermeister bewilligt.

4.7  Der Kreisanteil wird von der Gemeinde verauslagt.

5.    Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in der Jugendarbeit

5.1 Für die Aus- und Fortbildung mit allgemeiner pädagogischer Zielsetzung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen in der Jugendarbeit werden Trägern der freien Jugendhilfe aus der Gemeinde Süsel Zuwendungen gewährt.

5.2 Gefördert werden ein- oder mehrtägige Maßnahmen mit mindestens vier Unterrichtsstunden täglich.

5.3 Bei Fortbildungsveranstaltungen werden nur Teilnehmer/-innen mit gültigem Ausweis für Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit aus Gemeindemitteln gefördert.

5.4  Ziff. 2.4 gilt für Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen in der Jugendarbeit entsprechend.

5.5 Der Eigenanteil des Trägers muss die Höhe der Gemeindezuwendung erreichen.

5.6 Die Höhe der Zuwendungen pro Tag und Teilnehmer/-in beträgt bei       

     a) eintägigen Maßnahmen 2,80 € pro Tag und Teilnehmer/-in,
     b) mehrtägigen Maßnahmen 5,35 € pro Tag und Teilnehmer/-in (Ziff. 2.2 b) gilt entsprechend,
     c) mehrtägigen Maßnahmen in kreiseigenen Einrichtungen 7,90 € pro Tag und  Teilnehmer/-in.                              

5.7 Die Zuwendungen für die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen in der Jugendarbeit werden vom Bürgermeister bewilligt.

5.8  Der Kreisanteil wird von der Gemeinde verauslagt.

6.       Jugendbildung und Studienfahrten

6.1 Für Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung (Lehrgänge, Seminare, Fortbildung) und Studienfahrten gewährt die
     Gemeinde Süsel Zuwendung an Träger der freien Jugendhilfe. Bildungsmaßnahmen und Studienfahrten müssen der 
     kulturellen, politischen oder außerschulischen Jugendbildung dienen und dürfen keine reine Besichtigungsfahrten darstellen.

6.2  Es werden Maßnahmen mit mindestens vier Programmstunden täglich gefördert.

6. 3 Der Mindestaufenthalt für Studienfahrten sollte grundsätzlich drei volle Tage betragen.

6.4  Die Fördersätze pro Tag und Teilnehmer/-in betragen 2,05 €.

6.5  Bei eintägigen Veranstaltungen kann die gleiche Förderung, höchstens 25 % für Referentenkosten, gewährt werden.

6.6  Die Ziffern 2.4 und 2.5 gelten entsprechend.

7.   Zuwendungen zu den Personalkosten in der Jugendarbeit

     Zuwendungen zu den Personalkosten haupt- und nebenamtlicher Kräfte in der Jugendarbeit werden nicht gewährt.

8.  Zuwendungen für ehrenamtliche Mitarbeiter/- innen in der Jugendarbeit

8.1 Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit sind Personen, die Inhaber/-innen eines gültigen  Mitarbeiterausweises sind und bei
     einem Träger der freien Jugendhilfe ehrenamtlich aktiv sind.

8.2 Voraussetzung für die Zahlung der Aufwandsentschädigung ist

     a) die aktive Tätigkeit als Jugendgruppenleiter/-in und
     b) der Nachweis über die Teilnahme an einer Fortbildungsmaßnahme für Jugendgruppenleiter/-innen innerhalb von zwei
         Jahren, die vom Kreisjugendamt  anerkannt werden muss,
    c) regelmäßige, mindestens monatliche Gruppenveranstaltungen über ein Jahr oder  die  Durchführung mindestens einer
        Jugendfreizeit oder Jugendbildungsmaßnahme im Jahr und
    d) dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen ihren ersten Wohnsitz in der Gemeinde Süsel haben.

8.3 Die Prüfung der Antragsteller/-innen nach Ziffer 8.1 uns 8.2 erfolgt auf Antrag durch den  Kreisjugendring OH e.V., über die
     Anerkennung und Bewilligung des Gemeindeanteiles der Aufwandsentschädigung für jeweils rückwirkend ein Kalenderjahr
     entscheidet die Gemeinde aufgrund des Bescheides des Kreisjugendamtes.

8.4 Der Gemeindeanteil für die Aufwandsentschädigung beträgt höchstens 36,00 € jährlich. Der Träger der freien
     Jugendhilfe
 sowie der Kreis müssen mindestens eine Aufwandsentschädigung in jeweils gleicher Höhe gewähren. Bei
     gemeindeübergreifenden oder kreisweiten Trägern der freien Jugendhilfe erfolgt keine Förderung. Eine Förderung ist weiter für
     die Jugendarbeit der Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Süsel ausgeschlossen, da sie bereits aus anderen Mitteln eine
     Zuwendung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten.

     Das Antrags- und Auszahlungsverfahren der Aufwandsentschädigung wird durch den Kreisjugendring Ostholstein e. V. 
     geregelt.

8.5 Die Auszahlung erfolgt vorbehaltlich der Ziff. 8.3 zum 01.03. eines Jahres für das   vergangene Jahr.

8.6 Zuwendungen für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit werden vom Bürgermeister bewilligt.

9.  Förderung von innovativen Projekten in der Jugendarbeit

9.1 Eine Förderung erfolgt für Veranstaltungen, Projekte sowie sonstige Maßnahmen, die der Fortentwicklung der Jugendarbeit in der Gemeinde Süsel dienen.

9.2 Vor Beginn der Maßnahme sind die Konzeption und der Finanzierungsplan mit der Gemeinde abzustimmen.

9.3 Die Höhe der Zuwendung wird vom Ausschuß für Schule, Kultur und Soziales festgelegt, grundsätzlich erfolgt sie bis zu einer Höhe von 20 % als Anteilsfinanzierung. Der Eigenanteil des Trägers muss die Höhe der Kreiszuwendungen erreichen.

9.4 Zuwendungen für die Förderung von innovativen Projekten in der Jugendarbeit werden vom Ausschuß für Schule, Kultur und Soziales bewilligt.

10. Förderung von Baumaßnahmen an Jugendeinrichtungen

10.1  Zur Sanierung und Modernisierung von Einrichtungen der Jugendarbeit in der Gemeinde    Süsel werden im Rahmen zur Verfügung stehender Haushaltsmittel Trägern der Jugendhilfe Zuwendungen gewährt. Der Neu- bzw. Ausbau von Jugendeinrichtungen wird bis auf weiteres nicht gefördert, in besonders gelagerten Einzelfällen kann eine Förderung erfolgen.

10.2 Der Bedarf und die Notwendigkeit der Förderung einer Maßnahme ist vom Träger nachzuweisen.

10.3 Die Förderung aus Gemeindemitteln nach diesen Richtlinien richtet sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Vereins.

10.4 Die Zuwendungen betragen grundsätzlich 20 % der zuwendungsfähigen Kosten,   höchstens 15.000,00 € je Maßnahme. Die Förderung aus Geldmitteln setzt einen Mindestaufwand von 5.000,00 € voraus. Über Zuwendungen nach der Ziff. 10 entscheidet die Gemeindevertretung.

10.5  Zuwendungen bedürfen auf Vorschlag des Ausschusses für Schule, Kultur und Soziales der Bewilligung durch die Gemeindevertretung.

10.6    Die Höhe der zuwendungsfähigen Kosten wird durch die fachtechnische Prüfung bei der Kreisbauverwaltung ermittelt. Hierbei wird insbesondere darauf geachtet, dass Sanierungen nicht aufgrund von verschlepptem Unterhaltungsaufwand entstanden sind. Nach Baubeginn ist eine Erhöhung der zuwendungsfähigen Kosten in der Regel nicht möglich.

10.7  Nachfolgende Teilleistungen werden nicht als zuwendungsfähig anerkannt:
       
-Grunderwerb einschließlich damit verbundener Nebenkosten (Notar/-in, Amtsgerichts-gebühren etc.),
       
-Erschließungsaufwand nach Baugesetzbuch, dies gilt nicht für Lärmschutzmaßnahmen, Kosten für Wasser, Abwasser, 
         Strom, Gas, Fernwärme o. ä.
-Reparaturen, Ersatzbeschaffung laufender Unterhaltung und Instandhaltung
       
-Parkplätze, Verkehrswege, Wohnungen,
       
-Finanzierungskosten, Einweihungen, Richtfest u. ä. .

10.8   Die gesicherte Gesamtfinanzierung der Vorhaben ist Voraussetzung für die Bewilligung von Gemeindemitteln. Fehlende Haushaltsmittel der Gemeinde stehen einem vorzeitigen Baubeginn nicht entgegen, sofern das fachtechnische  Prüfgutachten vorliegt. Eine spätere Förderung durch den Kreis OH wird dadurch nicht ausgeschlossen, ein Rechtsanspruch auf Gewährung von Gemeindemitteln lässt sich aus der Einwilligung zum Baubeginn nicht herleiten. Der Zuwendungsempfänger hat die Folgekosten sicherzustellen. Zuwendungen werden nicht für Vorhaben bewilligt, die ohne Einwilligung des Kreises begonnen wurden.

10.9   Auflagen und Beteiligungen, Zweckbindungen sowie Auszahlungs- und Abrechnungsmodalitäten werden im Bewilligungsbescheid festgelegt.

11.     Schlussbestimmungen

11.1    Die Zuwendungen nach den vorstehenden Richtlinien werden im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel gewährt, ein Rechtsanspruch besteht nicht. Eine Mehrfachförderung aus Gemeindemitteln ist ausgeschlossen. Die Gemeinde Süsel bewilligt die möglichen Kreiszuschüsse nach dessen Richtlinien zusammen mit dem Bescheid über die Gemeindezuschüsse mit Ausnahme der Bezuschussung gemäß Ziff.8.4.

11.2     Die Gemeinde Süsel kann die Gewährung eines Zuschusses von der Beantragung und        Bewilligung von Zuschüssen anderer Stellen abhängig machen.

11.3     Auflagen und Bedingungen, Zweckbindung sowie Auszahlungs- und Abrechnungsmodalitäten werden in Bewilligungsbescheiden festgelegt.

11.4     Diese Richtlinien treten mit der Wirkung vom 01.01.2002 in Kraft.

11.5     Die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit durch die Gemeinde Süsel vom  09.12.1992 in der zuletzt gültigen Fassung treten zum 31. 12. 2001 außer Kraft.

Süsel, 14. Dezember 2001

Gemeinde Süsel
gez. Martin Voigt
Bürgermeister