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Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland

Am Dienstag, den 06. Oktober, findet in Eutin eine Informationsveranstaltung über K.O.-Tropfen statt. Besonders für Jugendliche, Eltern und Personen aus der Jugendarbeit  ist es wichtig, mehr über diese neuen Drogen zu erfahren, die in Discos und auf Parties verabreicht werden, um Mädchen und Frauen willenlos zu machen, zu berauben oder sogar zu vergewaltigen. Die Dunkelziffer ist hoch, weil sich nur wenige Frauen und Mädchen melden – aus Angst, Scham oder wegen der Erinnerungslücken, die das Mittel verursacht.

Zwei Sachverständige erläutern die Wirkungsweise von K.O.-Tropfen, empfehlen erste Sofortmaßnahmen für das Opfer bei einem Verdacht der unbemerkten Einnahme, und geben Hinweise dafür, wie man das Risiko, Opfer dieser Drogen zu werden, verringern kann: Catharina Strutz-Hauch vom Frauennotruf Lübeck und Jürgen Gertz, Präventionsbeauftragter der Polizei. „Die Verabreichung von betäubenden Mitteln ist eine Straftat, und wenn eine Frau unter Betäubungsmitteleinfluß vergewaltigt wird, ist sie mehrfach traumatisiert und leidet oftmals unter starken Belastungssymptomen“, so die Notruf-Expertin Strutz-Hauch. Fatal ist, dass die Täter häufig Vertraute aus dem Bekanntenkreis sind, und lebensgefährlich werden K.O.-Tropfen, wenn sie zu hoch dosiert sind und mit anderen Mitteln oder Alkohol kombiniert werden.

„Eine sachliche Aufklärung über diese neuen Drogen im Getränk ist die beste Prävention“, so Eutins Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Dietrich, „gerade weil die Verabreichung vom Opfer unbemerkt geschieht und man durch die ausgelösten Bewusstseinsstörungen nur schwer Verdacht schöpft.“

Die Informationsveranstaltung findet am 06.10. von 18 bis 20 Uhr in der Familienbildungsstätte Eutin, Elisabethstraße 42 (Hinterhof) statt und ist kostenfrei. Die Familienbildungsstätte Eutin und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin als Veranstalterinnen bitten um Anmeldung unter g.dietrich@eutin.de oder Tel. 04521/ 793-104. Auch kurzfristig Interessierte sind willkommen.                                    

Text: Gudrun Dietrich, 18.09.2009

Anliegend finden Sie das Plakat zur Veranstaltung