Hilfsnavigation

Sprache

Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland

Kultur: Anekdoten


 Sehenswertes  

 Geschichte
  

 Persönlichkeiten  

 Anekdoten

 

Telefon-Info

Sie haben sofort Fragen zu Ihrer Freizeit in Eutin?

Tourist-Info Eutin  Telefon: (0 45 21) 70 97-0
touristinfo(at)eutin.de
 

 
Prospekte anfordern

Sie möchten gedruckte Infos geschickt bekommen?

E-Mail Prospektanfrage 

Sie möchten Prospekte herunterladen?

Zu den Downloads
 

 
Pauschalen

Sie suchen attraktive, komplette Urlaubs- oder Tagespauschalen? 

Übersicht Pauschalangebote 
 

 
Wetter

"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung."

 
Unsere Regionspartner

 
Logo Schleswig-HolsteinLogo Ostsee Schleswig-Holstein
 


 Pauschalen      

 Plattdütsch  

 Veranstaltungen  

 Wappen

 
Schmunzeln erlaubt

 

Der feine Herr Klopstock

Im Jahre 1776 fand der Philosoph Friedrich Gottlieb Klopstock den Weg zum Eutiner Hof, schließlich weilten hier seine Freunde Johann Heinrich Voß und der Graf zu Stolberg. Man hatte gehört, dass die beiden Brüder Stolberg bereits in der Schweiz ungezügelt im See gebadet haben sollten und auch in Eutin brachen ab und an gar unziemliche Worte aus ihm hervor. Das Hoffräulein Marie von Rantzau saß in einer abgelegenen Taxushecke und erwartete den Abend, an dem der Philosoph bei Hofe geladen war und auch sie dabei sein sollte. Plötzlich wurde sie gewahr, wie Klopstock und Stolberg mit bereits ausgezogenen Strümpfen zu einer stillen Ecke am See gingen und sich nach und nach ihrer Kleider entledigten – sie wusste nicht, wie ihr geschah und was zu tun sei! Erst als die beiden – tatsächlich nackt! – hinausgeschwommen waren, entschwand sie aus ihrem ungewollten Versteck.

Sie soll am Abend nicht die Herren beim feinen Diner begleitet haben und alsbald den Eutiner Hof verlassen haben. Auch soll ihr Glaube an die Feinheit der Herren etwas gelitten haben.

 

Ein Paukenschlag

1785 wurde der klassizistische Backsteinbau am Markt zum Palais für die Witwe des Herzogs umgebaut – allerdings nie von ihr genutzt, da sie vor der Fertigstellung starb. Danach wurde das Gebäude von der Stadtverwaltung multifunktionell genutzt: Als Rathaus, Nachtwächterstube, für deren Arrestzellen, als Lager … und auch als Wohnung, z.B. für Eutins berühmten Einwohner Johann Heinrich Voß, den Dichter, Denker und Homer-Übersetzer.

Zu Vossens Zeit im Witwenpalais gibt es folgende kleine Anekdote: Eines Abends suchte das Ehepaar Voß vergeblich nach dem Namen eines kürzlich gehörten Musikstückes. Plötzlich erscholl ein Heidenlärm aus anderen Räumen des Hauses. Arrestanten waren in das Instrumentenlager eingedrungen und hatten die im Hause gelagerten Trommeln und Trompeten der Gilde entdeckt. Da erinnerte sich Voß sogleich wieder an den Namen des gesuchten Werkes und sagte zu seiner Ernestine: „Es war Haydns Sinfonie mit dem Paukenschlag.“

Übrigens: Von Johann Heinrich Voß weiß man, dass er gern im Morgenmantel am Schreibtisch saß – gerne auch den Tag über, wovon ihn seine Ehefrau Luise natürlich abzuhalten suchte.

 

„Dumm Hans“

Eine Tatsache ist die Existenz des Kieler Germanistik-Professors Wilhelm Wisser, der ganz in der Nähe Eutins, in Braak, wohnte. Er sammelte im 19. Jahrhundert mündlich überlieferte Erzählungen der ländlichen Bevölkerung aus der Region, die natürlich meist in plattdeutsch vorgetragen wurden. Interessant ist das häufige Vorkommen eines Jungen Namens „Dumm Hans“. Er stellt stets den jüngsten Sohn einer Erzählfamilie dar, wird von der Familie unterschätzt und ist meist ein ganz plietsches Kerlchen. So ist der dumm erscheinende rund um Eutin in Wahrheit vielleicht manchmal doch ganz schlau.

 

Wie Eutin zum Namen "Rosenstadt" kam

Nicht eindeutig belegt, aber immer wieder erzählt wird die folgende Geschichte: Peter Friedrich Ludwig, der bei der Eutiner Bevölkerung sehr beliebte Herzog von Oldenburg, Eigentümer des Eutiner Schlosses und damit Herrscher Eutins, musste 1811 vor Napoleon ins Exil flüchten. Als die napoleonischen Truppen geschlagen waren und man ihn zurückerwartete, wollte man ihn gebührend empfangen. Da aber wegen schwierigerer Reisebedingungen und weniger perfekter Kommunikationswege der Zeitpunkt der Rückkehr damals nicht eindeutig festzulegen war, überlegte man, auf welche Weise man dies tun könnte - man verfiel auf das Pflanzen von Rosen, da diese Blumen die längste und schönste Blüte haben. Dieses Vorhaben gelang über alle Maßen gut und seither prangen an vielen Fassaden und in vielen Beeten Eutins wunderschöne Rosen.

 

Die Sage vom Ukleisee

Auf der Anhöhe, wo jetzt das Jagdschlößchen steht, befand sich vor langer Zeit ein Schloss, in dem ein junger, schöner Ritter lebte.

Jeden Morgen ging er in den Wald zum Jagen und begegnete dort oft der Tochter eines armen Bauern aus Sielbeck, die ihres Vaters Pferde vom Wald auf die Wiesen führte. Der Ritter, von ihrer Schönheit entzückt, verliebte sich in sie, doch sie widerstand seinen Annäherungen und den ihr angebotene Geschenken. Auf seine Liebesschwüre entgegnete sie, dass sie niemals seine Frau werden könne, da sie nur die Tochter eines armen Mannes sei. Und doch hatte sie sich bereits unsterblich in den wilden Ritter verliebt.

Eines Morgens, als er sie wieder mit Bitten und Versprechungen bedrängte, kamen sie zu einer kleinen Kapelle im Wald. Der Ritter führte das Mädchen zum Altar mit den Worten: „Hier vor Gottes Augen nehme ich Dich als meine Gemahlin und der Himmel soll mich vernichten, wenn ich meine Treue nicht halte.“ Das Mädchen glaubte seinem Schwur und traf den Ritter von nun an jeden Morgen im Wald. Als das Mädchen ihn an seine Versprechen erinnerte, kam er seltener und schließlich gar nicht mehr. Sie fühlte sich verlassen und betrogen, trug nur noch ein schwarzes Kleid, wurde vor Gram krank und starb.

Inzwischen hatte sich der Ritter mit einer reichen Gräfin verlobt. Die Hochzeit sollte in eben jener Kapelle im Wald stattfinden, in der er dem Bauernmädchen Versprechungen gemacht hatte. Als der Pfarrer nach seiner Predigt das Brautpaar zusammenführen wollte, erschien plötzlich der Geist des unglücklichen Mädchens. Ihr Finger zeigte drohend auf den Bräutigam, als er in Schrecken niederfiel. Ein furchtbares Gewitter brach aus und die Kapelle mit allen, die darin waren, versank im Boden und es entstand der See, wie wir ihn heute kennen. Nur der Pfarrer, die Braut und ein kleines Mädchen auf der hölzernen Treppe zum Altar wurden gerettet.

In der Abenddämmerung, bei ganz stillem Wasser, ist das Läuten des kleinen Glöckchens der Kapelle aus dem Wasser zu hören, doch man muss selbst ganz still sein und genau hinhören…

 

 


 

 

 

 

 

 

 Friedrich Gottlieb Klopstock


 

 

 

 

 

 Leopold Graf zu Stolberg


 

 

 

 Das Witwenpalais


 

 

 

 

 

 

 J. H. Voß

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 Wilhelm Wisser

 


 

 

 

 

 

 Eutin Floribunda

 

 

 

Zurück