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Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland
Kampagne der Bäckerinnung und der Gleichstellungsbeauftragten
„Gewalt kommt nicht in die Tüte“
in der Woche 19.-24.November 2007

 

Vom 19.-24. November 2007 werden schleswig-holstein-weit Brötchentüten mit dem Slogan „Schaut hin! Gewalt geht uns alle an! Wegsehen heißt, den Täter schützen“ und dem Aufdruck der landesweiten Telefonnummer „helpline“ (0700/ 999 11 444) verteilt. Die „helpline“ interveniert und berät in Krisen, wenn Beratungsstellen nicht erreichbar sind (15-01 Uhr Wochenende: 10-01 Uhr). Im Kreis Ostholstein wird außerdem ein neues Faltblatt mit den Telefonnummern der kreisweiten Beratungsstellen (Frauennotruf und Frauenhaus) verteilt und in den Bäckereien ausgelegt, das in diesem Jahr erstmals auch auf türkisch und russisch erscheint, da Studien gezeigt haben, dass Migrantinnen zunehmend Opfer werden und es besonders schwer haben, Hilfe in Anspruch zu nehmen (in Schleswig-Holstein waren im Jahr 2006 fast 37,4% der in ein Frauenhaus Geflüchteten Migrantinnen).

Die Mitgliedsbetriebe der Bäckerinnung werden 400.000 Tüten verteilen, im Kreis Ostholstein sind es 45.000 Brötchentüten.

Beteiligte Bäckereien:

Inselbäckerei Börke & Sohn, Burg/ Fehmarn

Bäckerei/Konditorei Stahnke, Burg/Fehmarn

Mien Bäcker Hansen, Burg/ Fehmarn

Stadtbäckerei Klausberger, Eutin

Bäckerei/Konditorei Pitzschel, Hansühn

 Bäckerei Sesselberg-Betriebs-KG, Neustadt

Bäckerei Rieger, Pansdorf

Berufsbildungswerk Bugenhagen, Timmendorf

Beteiligt sind außerdem die Gleichstellungsbeauftragten, das Frauenhaus Ostholstein e.V. und der Notruf für Frauen Ostholstein e.V. , welcher direkt mit Betroffenen arbeitet und  Mitglied im landesweiten Netzwerk „KIK“ (Kooperations- und Interventionskonzept) ist, an dem Frauenfachberatungsstellen, Frauenhäuser, Polizei, Präventionsbeauftragter und Staatsanwalten beteiligt sind. Sie schaffen ein ineinandergreifendes System des Opferschutzes und der Gewaltprävention, damit beispielsweise Polizeieinsätze in akuten Gewaltsituationen nicht folgenlos bleiben. Bewährt hat sich in dieser Situation die polizeiliche Wegweisung als Möglichkeit, den Täter bis zu 14 Tage von der Wohnung zu verweisen, vor. Hierdurch haben die Opfer mehr Zeit, um Hilfe in Anspruch zu nehmen, als bei einem fluchtartigen Verlassen des Zuhauses, was besonders im Falle mitbetroffener Kinder von hoher Bedeutung ist.

Aktivitäten im Kreis Ostholstein vom 19. bis 25. November 2007:

Infostände

in den engagierten Bäckereien

und Herausgabe von Aktions-Brötchentüten

Infostände und Brötchentütenverteilung

auf den Wochenmärkten in Burg (Mi., 21.11.),

   Bad Schwartau ((Mi., 21.11.), Stockelsdorf (Fr., 23.11.),    Eutin (Sa., 24.11.), Neustadt (Fr., 23.11.)

mit Beteiligung der Bürgermeister/in, Gleichstellungsbeauftragten, Beratungsstellen

 und weiteren Aktiven

Büchertische zu „Gewalt gegen Frauen“

Büchereien Bad Schwartau, Burg, Eutin, Lensahn, Neustadt, Oldenburg, Stockelsdorf

Fahne „Nein zu Gewalt an Frauen“

Rathaus Eutin, Neustadt, Bad Schwartau, Stockelsdorf

Aktionen der Gleichstellungsbeauftragten:

Gesangskonzert gegen Gewalt mit Afi Darrah und Tina Brandl am 24.11.(Eutin, Markt)10-12 Uhr

Selbstverteidigungskurs für Mädchen (Wen Do) am 1.12. in Bad Schwartau

   Fahrt zur Partnerstadt Bad Doberan zur Ausstellung „Häusliche Gewalt“ am 3.11. (Bad Schwartau)

Wen Do-Training für Frauen im Rathaus Ratekau am 17.11.

    Wen Do-Training für Schülerinnen am 23.11. und 30.11. in der IGS Pansdorf

    Fotokampagne „Standpunkte gegen Gewalt“ am 24.11.am Rathaus Ratekau

Sie können betroffene Frauen unterstützen:

Spendenaktion zugunsten des Frauenhauses Ostholstein e.V. und des Notrufs für Frauen und Mädchen OH e.V.

 (04363/1721)

Spendenkonto (Spendenquittung) : KTO 532 193, BLZ 213 900 08

Verwendungszweck: Brötchentüte

Bank: Volksbank Ostholstein Nord Empfänger: Förderverein „Fördert das Frauenhaus Ostholstein e.V.“

 

Das Motto der Kampagne lautet „Schaut hin! Gewalt betrifft uns alle! Wegsehen und schweigen heißt, den Täter zu schützen“, es soll in der Woche vom 19. bis 24. November 2007 mit Leben gefüllt werden. Mit der Kampagne möchten wir viele Menschen erreichen, Betroffene, Nachbarn, Kollegen und Freunde dazu aufrufen, aktiv zu werden!

Der Bürgermeister der Stadt Eutin, Klaus-Dieter Schulz, wird zusammen mit Bäcker Hans-Peter Klausberger am 15. November um 10:30 Uhr vor dem Eutiner Rathaus die Fahne „frei leben – gegen Gewalt“ hissen. Über 3.000 Fahnen wehten im Vorjahr bundesweit in 800 Städten.