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Die Geschichte
der Kreismusikschule Ostholstein

"Gitarre statt Knarre:
Kids sollen zum Musikinstrument greifen
statt zur Waffe."

Sönke Wortmann, Regisseur

Nach der Kreistagsreform im Jahre 1970 mit dem Zusammenschluß der ehemaligen Kreis Eutin und Oldenburg hat sich der neugebildete Kulturausschuss des Kreises eingehend mit der bisherigen Kulturförderung der beiden Kreise auseinandergesetzt, Bewährtes übernommen und weitergeführt und neue Akzente gesetzt. Seit Anfang 1972 hat der Ausschuss über die Einrichtung einer Jugensmusikschule diskutiert. Bei den Überlegungen über Inhalt, Organisation und Finanzierung stand besonders die Kreismusikschule Segeberg Pate, die bereits 1971 ins Leben gerufen worden war. In insgesamt fünf Sitzungen wurde das Thame eingehend erörtert, wurden Erfahrungsberichte eingeholt und ausgewertet, ein Organisationskonzept erstellt und überarbeitet, wurden personelle und finanzielle Überlegungen angestellt. Dann war die Entscheidung fällig.
 
Einstimmig beschloss der Kreisausschuss auf Vorschlag des Kulturausschusses am 03. Dezember 1974, die Kreismusikschule Ostholstein zum 01. September 1975 einzurichten und einen nebenamtlich tätigen Musikschulleiter einzustellen. Die Gemeinden sollten an den Kosten beteiligt werden.
 
Dieser Beschluß wirkt bis heute nach. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich die Kreismusikschule zu einer der größten Einrichtungen dieser Art im Lande Schleswig-Holstein entwickelt, die nahezu fläöchendeckend im Kreisgebiet tätig ist.
60 haupt- und nebenberuflich tätige Musikschullehrkräfte betreuen heute rund 1.300 Sch+ülerinnen und Schüler, seit dem Jahre 1994 auch etliche Erwachsene.
 
Der Unterricht wurde durch die Kreismusikschule Ostholstein - nunmehr in der Trägerschaft der durch Beschluß des Kreistages am 27. mai 1975 errichteten Stiftung zur Förderujng der Kultur und der Erwachsenenbildung in Ostholstein - planmäßig im Herbst 1975 zunächst in Ahrensbök, Burg auf Fehmarn, Eutin, Heiligenhafen, Ratekau und Scharbeutz aufgenommen.
Im Jahre 1977 wurde der Unterricht auf die Standorte Grömitz, Malente, Neustadt i.H. und Timmendorfer Strand ausgedehnt. Gleichzeitig entwickelten sich eigene Musikschulen in den Städten Bad Schwartau und Oldenburg i.H.. Diese wurden am 01. Januar 1978 bzw. am 01. August 1991 in die Kreismusikschule Ostholstein eingegliedert.
 
Musikschulen sind außerschulische Bildungseinrichtungen, die die Aufgabe haben, ihre Schülerinnen und Schüler an die  Musik heranzuführen, ihre Begabungen frühzeitig zu erkennen und mit dazu beizutragen, sie bei entsprechender Begabung bei einer studienvorbereitenden Ausbildung zu unterstützen.
 
Die Entscheidung des Kreises Ostholstein, eine Musikschule einzuricjten, muß aus heutiger Sicht als eine besondere kulturelle Tat gewürdigt werden, kommt in der heutigen technisierten zeit mit dem Vorrang der Wissensvermittlung in Schule und Ausbildung der Entwicklung der Fähigkeit, selbst zu formen und zu gestalten, kreativ zu sein, Empfindungen und Rhytmus auszukosten doch eine besondere Rolle zu. Die meisten menschen hölren Musik, alleine oder in Gemeinschaft mit anderen. Aber selbst ein Instrument beherrschen zu lernen, bringt dich einen vertieften Zugang zur Musik.
 
Die Kreismusikschule Ostholstein hat das Schwergewicht ihrer Arbeit zurnächst auf die Elementarausbildung gelegt. Erst später nahm der Einzelunterricht einen ständig größer werdenden Raum ein. Das zusammenspiel der Schüler in kleinen Ensembles bis hin zum größeren Orchester entwickelte sich. Es gibt in der Musikschule verschiedene Ensembles vom Querflöten-Trio bis zur Bigband, vom Spatzenchor bis zum Kammermusikensemble.
 
Ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Kreismusikschule ist die jährliche Orchesterfreizeit im Rahmen der Partnerscharft mit der Musikschule der Isle of Wight und Mikkeli, Finnland. Im jährlichen Wechsel kommen Jugendliche beider nationen zu gemeinsamen Proben ind Konzerten, zu Ausflügen und Besichtigungen zusammen. Im wirtschaflich zusammenwachsenenden Europa kommt dieser auf das Kulturerleben gerichteten Partnerschaft eine wachsende Bedeutung zu.
 
Die Kreismusikschule ist ein echtes gemeinschaftsunternehmen, in dem Eltern, lehrer und Verwaltung zusammenwirken. Die Kosten belaufen inzwischen auf jährlich rund 1 Mio € . Reichlich die Hälfte der Einnahmen steuern die Eltern durch gebühren selbst bei. Die Kulturstiftung als Trägerin der Kreismusikschule erhält vom Kreis einen Zuschuss, der 35% der Kosten abdeckt. Die restlichen Finanzmittel kommen von den gemeinden und vom Land Schleswig-Holstein. Darüberhinaus stellen die Gemeinden kostenlos Unterrichtsräume zur Verfügung. Dafür gebührt den Gemeinden ein besonderer Dank.
 
Der Kulturausschuss des Kreises steht alle Jahre vor der schwierigen Aufgabe, angesichts der Finanzlage des JKreises, den bestand der Musikschule zu sichern. Er ist dabei bestrebt, möglichst allen interessierten Jugendlichen die Teilnahme am Unterricht - unabhängig vom Einkommen der Eltern - zu ermöglichen. Deshalb sind in der gebührenordnung Ermäßigungstatbestände (Geschwister- und Sozialermäßigung) vorgesehen.
 
Nach fast 3 Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit im Interesse der heranwachsenden Jugendlichen gilt unser Dank den Kulturpolitikern des Kreises und den gemeinden, die sich stets für die Kreismusikschule eingesetzt haben, den bisherigen Leitern der Kreismusikschule, den Lehrkräften der Schule und darüberhinaus bei veranstaltungen und Freizeiten auch an Wochenenden für die ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen verwenden sowie den Standortbeauftragten. Unser Dank gilt in gleicher Weise dem land Schleswig-Holstein, den befreundeten Musikschulen im landesverband der Musikschulen Schleswig-Holstein und den gemeinden des Kreise4s für die ideele und finanzielle Unterstützung.
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26. Juli 2019

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