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Kreisgesundheitsamt rät vorzusorgen

Eutin. Schimmelpilze haben jetzt in Wohnräumen wieder Hochkonjunktur. Ob durch nicht offensichtliche Baumängel oder durch nicht ausreichende, vielleicht auch verkehrte Lüftungs- und Heizmaßnahmen verursacht: Das Kreisgesundheitsamt rät wegen der möglichen Gesundheitsgefahr vorzusorgen, mögliche Baumängel und den Schimmelpilzbefall so schnell wie möglich zu beseitigen. Über Schimmelpilze in Wohnräumen informiert eine Broschüre der Landesregierung, die beim Kreisgesundheitsamt angefordert werden kann. Weitere Fragen beantworten auch die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes (Tel. 04521/809-52).

Ein Schimmelpilzbefall in Innenräumen ist in der Regel deutlich erkennbar und häufig auch mit einem typischen muffigen Geruch verbunden. Sporen und Stoffwechselprodukte der Pilze können Allergien auslösen oder werden für allgemeine Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schleimhautreizungen verantwortlich gemacht. Unter Umständen sind auch die von den Schimmelpilzen gebildeten Gifte für gesundheitliche Probleme verantwortlich. In der Luft vorhanden oder im Staub abgelagert werden sie dann eingeatmet. In Innenräumen sollte es daher gar nicht erst zu einem Befall von Schimmelpilzen kommt.

Die Ursache eines Schimmelpilzbefalls kann unterschiedlich sein. Bei nicht offensichtlichen Baumängeln können undichte Wände oder Flachdächer oder schlecht gegen Feuchtigkeit isolierte Fundamente und Keller in Frage kommen. Die Folge ist das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Bei undichten Wänden drückt im Zusammenwirken von Regen und starkem Wind Wasser in das Mauerwerk hinein. Bei undichten Flachdächern reicht oftmals stehendes Regenwasser aus. Aber auch bei mangelhafter Feuchtisolierung von Kellerwänden und Fundamenten dringt Wasser in die Wände. Solche nicht offensichtlichen Baumängel werden erst durch Schimmelpilzkolonien sichtbar. 

Hohe Raumluftfeuchten, die an kalten Wandbereichen kondensieren, können ebenfalls nach kurzer Zeit zu Schimmelpilzkolonien führen. Dies gilt besonders für Raumluftfeuchten von über 70 Prozent in den Innenräumen, die durch Duschen, Waschen, Kochen, Aquarien oder Wäschetrocknen in der Wohnung verursacht werden können. Genauso steigt aber auch in einem geschlossenen Schlafzimmer über Nacht die Luftfeuchte auf über 70 Prozent an, weil der Mensch über die Haut und über die Atemluft Wasserdampf abgibt. Die relative Luftfeuchte in Innenräumen sollte zwischen 30 und 60 Prozent liegen. Richtiges Lüftungsverhalten ist also wichtig. Hierzu müssen mehrmals täglich Fenster oder Türen für einige Minuten weit geöffnet werden (sogenanntes Stoßlüften, Querlüften). Ein Dauerlüften durch gekippte Fenster kühlt dagegen die Räumlichkeiten nur aus. Vermehrten Auftreten von Kondenswasser an den kalten Wänden ist die Folge.

Autor: Pressesprecherin, 25.11.2002 
Quelle: Kreis Ostholstein 
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