Sprungziele
Gemeinde
Süsel
Inhalt

Region Fehmarn beteiligt sich an der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs „Regionen aktiv“ und gründet „Regionale Partnerschaft Fehmarn“ als inselübergreifendes Lenkungsgremium

Der Wettbewerb „Regionen aktiv – Land gestaltet Zukunft“ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) geht in die zweite Runde. Mit dabei ist die Insel Fehmarn, die ihr „Regionales Entwicklungskonzept“ - das für die Teilnahme an der zweiten Stufe des Wettbewerbs gefordert war - pünktlich Ende Februar beim BMVEL eingereicht hat. Nicht nur die schriftlichen Unterlagen mussten für die Teilnahme am Wettbewerb ausgearbeitet werden, auch die für die anschließende Umsetzung des erarbeiteten Konzeptes erforderlichen inselübergreifenden Arbeits- und Organisationsstrukturen mussten aufgebaut werden. Um diese notwendigen Strukturen zu schaffen, haben sich 15 regionale Akteure in einem „Lenkungsgremium“, der sog. „Regionalen Partner­schaft Fehmarn“ zusammen­geschlossen. Das Gremium umfasst Vertreterinnen und Vertreter der wichtigsten regionalen Interessengruppen, Vereine und Verbände. Akteure aus den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Natur­schutz, Bildung, Gesundheit, Gleichstellung, Handel- und Gewerbe sowie Verbraucher­schutz haben sich zur Mitarbeit in der regionalen Partnerschaft bereit erklärt. Darüber hinaus wird jeweils ein Vertreter der Stadt Burg und des Amtes Fehmarn Mitglied des Gremiums. Die „Partnerschaft“ wird als zentrales Steuerungs- und Entscheidungs­gremium bei der projektorientierten Umsetzung des regionalen Ent­wicklungskonzeptes fungieren. Unterstützung erhält das Gremium durch eine(n) Regionalmanager(in), die/der ggf. auch durch Mittel aus dem Programm „Regionen aktiv“ finanziert wird und z.B. potenzielle Projektträger beraten und unterstützen wird sowie übergreifende, koordinierende Aufgaben übernehmen wird.Das erarbeitete Entwicklungskonzept der Region Fehmarn umfasst ein breites inhaltliches Spektrum: Beginnend mit einer Regionalanalyse und einer Stärken-/Schwächen-Betrachtung werden Entwicklungsziele als Leitbild für die Region dargestellt, Handlungsfelder für Projekte und Maßnahmen definiert und schließlich einige Pilotprojekte skizziert, die ggf. in einem ersten Umsetzungsschritt des Konzeptes realisiert werden sollen. Darüber hinaus enthält das Konzept eine Reihe weiterer Projektideen, die im weiteren Prozess konkretisiert und mit finanzieller Unterstützung durch „Regionen aktiv“ in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Zu den Pilotprojekten zählt zum Beispiel die Verwirklichung eines „halboffenen Weidekonzeptes“ in der nördlichen Seeniederung durch örtliche Landwirte, das auch eine abgestimmte touristische Erschließung der Flächen durch Wege, Informationstafeln, Aussichtsplattformen und Führungen umfasst sowie die Direktvermarktung des dort erzeugten Rindfleisches. Als weiteres Pilotprojekt ist der „alternative Radwegebau“ auf landwirtschaftlichen Randflächen zu nennen. Ziel dieses Projektes ist es, durch Abklärung insbesondere rechtlicher und versicherungstechnischer Fragen ein Modell für den kostengünstigen „alternativen“ Radwegbau in Kooperation mit den Landwirten der Insel zu entwickeln und auf dieser Basis wichtige Lücken im Radwegenetz zu schließen.Ein weiteres Projekt ist z.B. der „Naturerlebnis- und Steinzeitpark Fehmarn“, ein Projekt zur „Stärkung regionaler Knickholz- und Seegraskreisläufe“ sowie Ideen zur „Ver­marktung landwirtschaftlicher Produkte aus regionalem Anbau auf Campingplätzen“ oder Maßnahmen zur „Qualifikation Jugendlicher mit Integrationsproblemen auf dem Arbeits­markt durch praktische Tätigkeiten in der Landwirtschaft und im Tourismus­sektor“. Hintergrund der Konzepterarbeitung für die Region Fehmarn ist der Bundeswettbewerb „Regionen aktiv“. Ziel des Wettbewerbs ist es, im Rahmen einer veränderten Agrar- und Verbraucherpolitik Modellregionen zu finden und zu fördern, die neue Wege in der ländlichen Entwicklung aufzeigen. Dabei sollen die Konzepte der Regionen verdeut­lichen, wie zukünftig durch Prozesse und Projekte die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können, eine natur- und umweltgerechte Landbewirtschaftung stärker Berücksichtigung finden kann und letztlich die Stärkung des ländlichen Raumes verwirklicht werden soll. Über die eingereichten Entwicklungskonzepte entscheidet nun eine unabhängige Jury. Aus den Reihen der Bewerber werden 10 bis 15 Modellregionen ausgewählt, die finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer Entwicklungskonzepte und damit für die Realisierung von Projekten und Maßnahmen erhalten. Noch im März soll die Entscheidung über die ausgewählten Modellregionen und die Aufteilung der Bundes­zuschüsse in Höhe von insgesamt rund 35,5 Millionen Euro getroffen werden. Dabei steht das Entwicklungskonzept der Region Fehmarn im Wettbewerb mit den Ideen und Konzepten aus 32 anderen Regionen aus dem gesamten Bundesgebiet, die ebenfalls bis in die Finalrunde gelangt sind.

Das mehrstufige Wettbewerbsverfahren hatte im September 2001 mit der Bekanntgabe der Wettbewerbsziele und -anforderungen begonnen. Bis Mitte November mussten alle teilnehmenden Regionen eine „Zukunftsvision“ erarbeiten. Aus den insgesamt über 200 eingereichten Visionen, wurden Mitte Dezember 33 Regionen für die zweite Stufe des Wettbewerbs ausgewählt, darunter die Insel Fehmarn. Nur rund zwei Monate blieb für die Akteure in der Region Zeit, aus der Vision ein umfassendes Entwicklungskonzept zu erarbeiten und inselübergreifende Arbeits- und Organisationsstrukturen aufzubauen. Das vor wenigen Tagen für die Teilnahme am Wettbewerb fertiggestellte Entwicklungs­konzept der Region Fehmarn wurde in enger Kooperation zwischen den Akteuren vor Ort und dem Kreis Ostholstein erarbeitet. Die Basis lieferten vorhandene Ansätze und vielfältige Ideen, die vor Ort entwickelt wurden und durch den Kreis zu einem Gesamtkonzept verknüpft, ergänzt und erweitert wurden. Diese erfolgreiche Kooperation zwischen den Kommunen der Insel und dem Kreis soll auch bei der Umsetzung der Projekte und Maßnahmen fortgesetzt werden. Ob Fehmarn allerdings die notwendige finanzielle Unterstützung zur Verwirklichung der vielen guten Ideen erhält, die das vorgelegte Konzept beinhaltet, hängt jetzt von der Entscheidung der Jury auf Bundesebne ab.

Der Antrag nebst Anhang kann hier als pdf-Dateien heruntergeladen werden.

nach oben zurück
28. März 2019

Einkaufsstadt mit Charme!

Kommen Sie gern vorbei und genießen Sie das Ambiente unserer historischen Innenstadt. Bummeln Sie durch inhabergeführte Geschäfte, genießen Sie die vielfältigen ... Mehr erfahren