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Bluesfest in Eutin
Lage von Eutin und Süsel in Deutschland

Eine Stadt auf ihrem Weg in die Zukunft: Projekt Östliche Peterstraße

Nachdem zur Landesgartenschau die Areale rund um den Großen Eutiner See modernisiert und maßgeblich aufgewertet wurden, geht die Stadtentwicklung jetzt in der historischen Altstadt weiter. Wir bauen für eine moderne und lebenswerte Stadt. In 2017 beginnt der zweite Bauabschnitt der Maßnahme Bahnhofsvorplatz mit dem Umbau des ZOB, der Architekten-Wettbewerb für die Historische Reithalle wird ausgeschrieben und die Baumaßnahme „Östliche Peterstraße“ angegangen.

Eutins Flaniermeile soll ein neues, frisches Gesicht bekommen und nach der Maßnahme eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität bieten. Der Start für die Bauarbeiten wird voraussichtlich im Mai 2017 sein. Repräsentativ und großzügig in der Optik soll sich die östliche Peterstraße künftig zeigen – kurzum Eutins Peterstraße wird attraktiver werden.

Dazu werden die Fahrbereiche mit Naturgroßsteinpflaster mit einer gesägten und geflammten Oberfläche hergestellt. Die Pflastersteine sind größtenteils aus dem Bestand und werden bearbeitet und wiederverwertet. Das historische Ambiente bleibt so erhalten und die Begehbarkeit verbessert sich entscheidend. Die umliegenden Flächen werden durch Klinker befestigt. Die Randbereiche an den Fassaden werden mit Mosaikpflaster angeglichen.

Die Flächen vor den Geschäften werden neu strukturiert. Moderne Stadtmöbel aus einer Stahl- und Holzkombination mit anthrazitfarbener Pulverbeschichtung, neue Mastleuchten, Fahrradbügel und Papierkörbe sorgen für ein ansprechendes Gesamtbild.

Diese Ausstattungselemente werden gemeinsam mit Zierapfel-Bäumen in einer Linie an der Nordseite der östlichen Peterstraße angeordnet. Passend zur bereits modernisierten westlichen Peterstraße. Die Gastronomie vor Ort behält Sitzplätze zwischen den kleinkronigen Bäumen. Die Südseite bleibt frei von Ausstattungselementen.

Die Baumaßnahme soll in Abschnitten stattfinden. Sie umfasst die gesamte östliche Peterstraße zwischen Albert-Mahlstedt-Straße und Stolbergstraße. Im Zuge der Sanierung werden auch die teilweise in die Jahre gekommenen Ver- und Entsorgungsleitungen in der Peterstraße durch die Stadtwerke und die städtischen Betriebe saniert nach Erfordernis.

Politik, Verwaltung und Einzelhandel haben sich in einem Runden Tisch „Handel/Stadtsanierung“ abgestimmt. Die Geschäfte werden während der gesamten Bauzeit erreichbar sein. In der Weihnachtszeit werden die Bauarbeiten ruhen. Die Altstadtmodernisierung geht dann mit den Baumaßnahmen „Historischer Marktplatz“ und Königstraße in den Folgejahren weiter. Ein gemeinsames Baustellenmarketing und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit des Stadtmarketings gemeinsam mit dem Fachbereich Bauen sollen BürgerInnen, Kunden und BesucherInnen gut informieren und stets auf dem Laufenden halten.

Im Januar 2017 wird der Fachbereich Bauen der Stadt Eutin eine Informationsveranstaltung für AnwohnerInnen und Betriebe anbieten. Dabei wird es u. a. auch um die Verfahrensweise zur Berechnung der sogenannten Ausgleichsbeiträge gehen, die bei solch einer Maßnahme fällig werden. Nach Abschluss der Sanierung (Gesamtmaßnahme: 2028) sind die Grundstückseigentümer gemäß § 154 BauGB zur Zahlung von Ausgleichsbeträgen verpflichtet – diese können in verschiedenen Teilbereichen des Sanierungsgebiets unterschiedlich hoch ausfallen. Die Ausgleichsbeiträge bemessen sich schließlich anhand der vom Gutachterausschuss des Kreises Ostholstein ermittelten Anfangs- und Endwerte.

Hintergrund:

Das Projekt „Östliche Peterstraße“ ist eingebettet in die Gesamtmaßnahme „Sanierungsgebiet Historischer Stadtkern Eutin“ damit ist die Modernisierung der Historischen Innenstadt Eutins gemeint. Erstes Etappenziel der großangelegten Attraktivierung war die Landesgartenschau 2016 mit den Maßnahmen Stadtbucht, Seepark, Schlossgarten, historisches Bauhofareal mit den Torhäusern und dem Süduferpark. Eutin stand im Fokus des landesweiten Interesses. Das größte Gartenfest des Landes fand auf den frisch sanierten Arealen rund um den Großen Eutiner See statt. Der Bahnhofsvorplatz und die westliche Peterstraße wurden ebenfalls neu gestaltet. Hunderttausende Besucher konnten sich von der erfolgreichen Stadtentwicklung in diesen Bereichen überzeugen.

Grundlage für die Aufwertung der Innenstadt und der Areale rund um den Großen Eutiner See ist das ISEK, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das Bürger, PolitikerInnen und Verwaltung 2012 gemeinsam auf den Weg gebracht haben.

Das ISEK hat Stärken und Schwächen der Stadt aufgezeigt und bietet einen Handlungsrahmen für eine zukunftsfähige Entwicklung für die kommenden 20 Jahre. Die Verschönerung, Funktionsstärkung und Modernisierung der teilweise in die Jahre gekommenen Innenstadt ist erklärtes Ziel des ISEK. Im Jahre 2014 hatte die Stadt Eutin einen großen Wettbewerb zur Innenstadtgestaltung durchgeführt. Das Büro RMP, Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, konnte mit seinen Entwürfen überzeugen.

Insgesamt steckt die Stadt Eutin mittendrin in der größten Sanierungsmaßnahme ihrer Geschichte. Mehr als 30 Millionen Euro werden insgesamt investiert mit Hilfe von Bund und Land. Die Eutiner Innenstadt wird dadurch maßgeblich aufgewertet. Das Großprojekt bleibt für alle Beteiligten eine große Herausforderung! Die erste Etappe ist geschafft. Also: Bleiben wir weiter dran!