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Schaut hin! Gewalt kommt nicht in die Tüte! Bäckereien unterstützen vom 21. - 25. November 2016 die Aktion gegen häusliche Gewalt

Die meisten Gewalttaten werden nicht in der Öffentlichkeit, sondern zu Hause in der Familie verübt - fast immer sind die Opfer Frauen und Kinder. Dieser Tatsache gedenkt der 25. November als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen.

Zum 13. Mal macht die gemeinsame Aktion des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, des Landesinnungsverbandes des Bäckerhandwerks Schleswig-Holstein und der Gleichstellungsbeauftragten und lokalen Bündnisse gegen häusliche Gewalt auf diese Situation aufmerksam.

Über 367.000 Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ werden landesweit in der Aktionswoche rund um den 25. November von rund 60 Bäckereien verteilt – 5.000 davon in den Filialen der Bäckerei Klausberger in Eutin.

Auf den Tüten stehen die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons (08000 116 016) und die Internetadressen schleswig-holsteinischer Frauenhäuser und Beratungsstellen. „Wir hoffen“, so Hans-Peter Klausberger, „dass diese Information viele Betroffene erreicht und sie motiviert, den wichtigen ersten Schritt zu Selbsthilfe zu gehen.“

Einladung der Presse in Eutin:

Am Samstag den 26. November 2016 von 10 bis 12 Uhr werden zum 13. Mal vor dem Rathaus der Stadt Eutin 400 Brötchen in den besonders bedruckten Tüten verteilt, um auf „unverfängliche“ Weise das Thema häusliche Gewalt „unter die Leute“ zu bringen.

Ausserdem steht ein reich bestückter Infotisch bereit. Vertreterinnen des Frauennotrufs OH e.V. und des Frauenhauses OH e.V. sowie Ralf Hoffschildt, Polizeioberkommissar von der Sachbearbeitung „häusliche Gewalt“ und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin verteilen diese Brötchentüten an die Wochenmarktbesucherinnen und –Besucher und werden

von 10:30 bis 11 Uhr von Bürgermeister Carsten Behnk tatkräftig unterstützt.

Der essbare Inhalt dieser Brötchentüten wurde, wie immer, von der Bäckerei Klausberger gespendet.

Ausserdem liegen in den Klausberger-Filialen, in der Volkshochschule, der Kreisbibliothek und dem Rathaus Broschüren und Flyer zum Thema häusliche Gewalt aus. „Ohne das Engagement der Bäckereien wäre diese breite Verteilung über eine ganze Woche nicht möglich“, so Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Dietrich.

Christa Feigl vom Frauenhaus Ostholstein hält die ganze Aktion für unverzichtbar, um auf die Situation von Frauen (und Kindern), die häusliche Gewalt erlitten haben, aufmerksam zu machen und die Beratungsangebote im Kreis Ostholstein erneut bekannt zu machen.

„Im Jahr 2015 gab es in Schleswig-Holstein 3.280 polizeiliche Einsätze bei häuslicher Gewalt, bei denen 382 Täter der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurden“, so Stefan Büttner von der Polizei. 1.034 Frauen flohen mit ihren 1.030 Kindern in ein Frauenhaus. Darüber hinaus kontaktierten rund 10.500 Frauen die vom Land geförderten 23 Frauenberatungsstellen; ein Großteil von ihnen benötigte Hilfe aufgrund häuslicher und sexualisierter Gewalt.

Die Hilfeangebote bei häuslicher Gewalt und weitere Informationen sind auch in der Broschüre „Nur Mut- Handlungsmöglichkeiten in Gewaltbeziehungen“ zusammengestellt. Die Broschüre steht im Internet unter www.schleswig-holstein.de in deutscher, türkischer, russischer, englischer, französischer und arabischer Sprache zum Herunterladen bereit.

Ministerin Kristin Alheit, Schirmherrin der Aktion, lädt alle Medien zur Beendigung der diesjährigen Aktion ein:

Freitag, 25.11.2016, um 9.00 Uhr in der Markt-Passage, Großflecken 51-53 in 24534 Neumünster vor der Filiale „Brot und Zeit“, Bäckerei Andresen.

Kontaktadressen:

Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks Schleswig-Holstein

Verbandsgeschäftsführer Heinz Essel

Siemensstr. 13, 25462 Rellingen

Telefon: 04101 38720, Telefax: 04101 387218, Mail: info@bkv-nord.de

 

Für die Aktion in Eutin:

Gudrun Dietrich, Gleichstellungsbeauftragte

Markt 1, 23701 Eutin, Tel. 04521/793-104, g.dietrich@eutin.de

 

 

Anlage: Foto

 

v.l.n.r.:

Ralf Hoffschildt, Christa Feigl, Gudrun Dietrich, Hans-Peter Klausberger, Stefan Büttner