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Landtagswahl und Bürgerentscheid zum Haus des Gastes

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Ergebnisse der Landtagswahl und des Bürgerentscheides zum Haus des Gastes am Sonntag, 07. Mai 2017, von 18 Uhr an live im Sitzungssaal des Eutiner Rathauses und natürlich auch im Internet unter www.eutin.de verfolgen. Im Ratssaal stehen etwa 80 Stehplätze zur Verfügung.

Bürgermeister und Gemeindewahlleiter Carsten Behnk wird im Anschluss die Ergebnisse öffentlich bekanntgeben. „Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung und ich gehe davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger Eutins verantwortungsvoll ihr Stimmrecht ausüben und dabei die gesamte Stadt im Blick haben“, sagte der Verwaltungschef hinsichtlich der Abstimmung zum Haus des Gastes. Die Argumente seien hinlänglich ausgetauscht und Interessierte hätten genug Zeit gehabt, sich zu informieren. Carsten Behnk bedauerte, dass es nicht zu einer von den Zeitungen angeregten öffentlichen Diskussion zur Zukunft des Haus des Gastes gekommen ist. Die Bürgerinitiative hatte die Teilnahme an einer öffentlichen Podiumsdiskussion abgelehnt.

Der Eutiner Verwaltungschef kritisierte das Vorgehen der BI gegen die Idee eines Inklusionshotels in der Stadtbucht. „Diese Diskussion hat inzwischen ein Niveau erreicht, das indiskutabel ist.“ Carsten Behnk nannte die persönlichen Angriffe auf das gemeinnützige Unternehmen „Die Ostholsteiner“ und auf deren handelnde Personen unerträglich. Der Stadt liegen Schriftsätze der BI vor, die voller Unterstellungen, Falschaussagen und persönlicher Angriffe sind.

Zum Hintergrund: Das Unternehmen „Die Ostholsteiner“ möchte am Standort in der Stadtbucht ein Integrationshotel mit 35 bis 40 Zimmern bauen und betreiben. In einem solchen Integrationsbetrieb haben 40 % aller Mitarbeitenden eine Beeinträchtigung. Der Drei-Sterne-Hotelbetrieb soll auch ein Café mit Außengastronomie bieten und für Touristen und Einheimische gleichermaßen neuer Anziehungspunkt in der Stadtbucht werden. Ein solches Projekt ist vielfältig und dauerhaft förderfähig.

Bürgermeister Carsten Behnk begrüßt das Projekt. Eutin brauche dringend mehr Hotelkapazitäten. Außerdem könne damit auch das Thema Inklusion in der Region befördert werden.

Eine deutliche Mehrheit der Eutiner Stadtvertretung lehnt eine Sanierung des Haus des Gastes ab. Ein im Vorfeld in Auftrag gegebenes Modernisierungsgutachten hatte die Kosten für eine Komplettsanierung des maroden Haus des Gastes im Sinne des Bürgerentscheides auf 2,8 Millionen Euro geschätzt.

Die Stadtvertretung erklärt weiterhin, dass am Standort „Haus des Gastes“ weder ein „Hotelklotz“ noch Eigentumswohnungen zugelassen werden. Alle Veranstaltungswünsche können in der historischen Reinhalle/den ehemaligen Schlossterrassen erfüllt werden. Kurz und mittelfristig wird es eine mobile Saison-Gastronomie mit öffentlichen Toiletten am Standort in der Stadtbucht geben.

Mit der Idee eines Inklusionshotels an der Stadtbucht haben die Eutinerinnen und Eutiner am 07. Mai 2017 eine echte Wahl.

Mit einem Bürgerentscheid gegen den Erhalt des „Haus des Gastes“ können die Eutinerinnen und Eutiner den Weg frei machen für eine zukunftsfähige Gestaltung der Stadtbucht und eine Bereicherung des touristischen Angebotes in Eutin.