Die Bräutigamseiche im Dodauer Forst
Sie steht im Dodauer Forst mitten in der Holsteinischen Schweiz und ist ein Star. Unsere Bräutigamseiche – der einzige Baum mit Postadresse dient als Partnerbörse in der Natur. Pünktlich zum Valentinstag ist die alte Eiche wieder stark gefragt. Zuerst hatten wir das Magazin "Der Spiegel" zu Gast und jetzt war der NDR mit einem Fernsehteam vor Ort. Stadtarchivar Jakob Paul Sperrle erzählt im Schleswig-Holstein Magazin am Samstag, 14. Februar 2026 (Valentinstag) über die Eutiner Liebeseiche.
Zur Geschichte der Bräutigamseiche: 1891- Minna, die Tochter des Dodauer Försters Ohrt, und der aus Leipzig-Gohlis stammende Kakao- und Schokoladenfabrikant Willy Schütte-Felsche sind ein geheimes Liebespaar. Ein Astloch in der Eiche dient als Briefkasten, um Vater Ohrt zu umgehen, der gegen die Verbindung ist.
Die Liebesgeschichte geht gut aus. Das Paar heiratet.
Und noch heute kann man seine Freundschaftsanfragen an den Baum senden. Die Post liefert zuverlässig an die Adresse "Bräutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin" und Interessierte können sich vor Ort umschauen und vielleicht den oder die passende Partnerschaft aus dem Astloch fischen.
Wer sich für die Geschichte der Bräutigamseiche interessiert, ist im Stadtarchiv Eutin genau richtig. Im Jahre 2025 wurde der Nachlass des Eutiner Architekten Ullrich Schröder (1949-2024) als Schenkung in das Stadtarchiv Eutin gegeben. In diesem befindet sich auch die Familienforschung zum ersten Paar, Fräulein Ohrt, die Tochter des Dodauer Oberforstmeisters, und Schokoladenfabrikant Schütte-Felsche. das sich unter der Bräutigamseiche gefunden hat und somit die Legende des Baumes als Partnerbörse begründet hat.
Unser Stadtarchiv
Das Stadtarchiv Eutin bewahrt den historischen Nachlass der Stadt Eutin; hier befinden sich wichtige Quellen zur Stadtgeschichte seit dem späten Mittelalter. Diese kulturellen Zeugnisse sollen das Verständnis der Gegenwart und der Geschichte fördern.
Es steht allen Interessierten offen. Sei es zur Familienforschung, zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Rechtssicherung. Auch für Facharbeiten von Schülerinnen und Schülern und Studierenden sind zahlreiche Originalquellen einsehbar.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit dem Stadtarchivar Jakob Paul Sperrle unter stadtarchiv@eutin.de oder Tel.: 04521-793-253.