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Signet für Barrierefreiheit

Plakette für beispielhafte Inklusion

Das nordische Lädchen „Scandy“ in der Eutiner Peterstraße wurde für seine gute Berücksichtigung von Menschen mit Beeinträchtigung ausgezeichnet. Das Projekt „Ostholstein wir alle – gemeinsam auf dem Weg zur Inklusion“ übergab nun deshalb eine Plakette für den Eingang des Ladens.

In Eutin wurde die Auszeichnung bereits an den Sportverein BSG Eutin, den Haushaltswarenladen Neudek und das Schloss vergeben. Und jetzt an den Laden mit Kerzenwerkstatt mitten in der Eutiner Fußgängerzone. „Das freut uns natürlich,“ bedankt sich Reinhard Sohns vom Betreiber, dem gemeinnützigen Sozialunternehmen Die Ostholsteiner. „Uns ist insbesondere wichtig, dass wir einerseits interessante Arbeit anbieten und andererseits die Kunden unaufgeregt und selbstverständlich mit Menschen mit Beeinträchtigung in Kontakt kommen, erleben, was sie gut können.“ Aber natürlich ist der Laden über eine Rampe auch physisch für alle Menschen leicht zugänglich.

„Das Signet steht für konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit in Ostholstein. Es ist ein niederschwelliges Angebot für Einrichtungen, keine Zertifizierung mit bürokratischem Aufwand“, so Projektleiterin Lena Middendorf von der Lebenshilfe Ostholstein. Deren Geschäftsführerin Susanne Voß ergänzt: „Die Ausgezeichneten setzen ein Zeichen für Barrierefreiheit in ihrer Kommune, in ihrem Umfeld. Sie sorgen dafür, dass Engagement für Barrierefreiheit wahrgenommen wird und spornen mögliche neue Akteurinnen und Akteure an.“

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk sagte dazu: „Wir freuen uns über und mit allen Ausgezeichneten. Sie sind hervorragende Beispiele für gelebte Inklusion. Das Projekt hat viele Anstöße in eine gute Richtung gegeben. Wir werden diesen Weg konsequent weiter- verfolgen und setzen gerade auch bei der laufenden Innenstadtsanierung auf mehr Barrierefreiheit, eine bessere Begehbarkeit und damit am Ende auf mehr Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“

Träger des Projektes ist die Stadt Eutin, stellvertretend für sechs ostholsteinische Kommunen. Gefördert wird es von gleich zwei AktivRegionen: Von Wagrien-Fehmarn und der Holsteinischen Schweiz. Mit der Durchführung beauftragt ist die Lebenshilfe Ostholstein, die schon ein ähnliches Vorgängerprojekt initiiert hatte.

Hintergrund-Informationen zu „Ostholstein wir alle“:

Projektinhalt ist, ganz allgemein gemeinsames Leben und Arbeiten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu fördern, konkret die Nutzbarkeit von Dienstleistungen und Produkten für alle Menschen zu verbessern, bauliche Barrieren für mobilitätseingeschränkte Personen abzubauen, Informationen in leichter Sprache und für alle Sinne zugänglich zu machen und dafür zu sorgen, dass bei allem Handeln mögliche Beeinträchtigungen selbstverständlich mitgedacht werden.

Der Grund ist, dass Barrierefreiheit auf den verschiedenen Ebenen ist für 10% der Bevölkerung unentbehrlich, für 40% mindestens zeitweilig notwendig und für 100% komfortabel ist: Barrierefreiheit meint das Café mit rollstuhlgerechter Toilette, das tastbare Leitsystem in der Stadt, den Ladenzugang mit flacher Rampe anstelle von Stufen, den Museumsführer auch hörbar gemacht, die Verwaltungsinformationen ebenfalls in leichter Sprache und größeren Buchstaben und vieles mehr. Damit die ganze Familie gemeinsam Essen gehen kann – egal, ob mit Rollstuhl oder Kinderwagen. Barrierefreiheit heißt, dass Informationen für alle Menschen zugänglich sind – in Leichter Sprache oder hörbar gemacht. Dass der öffentliche Spielplatz für alle Kinder nutzbar ist und auch Verletzte mit Krücken oder Großeltern mit dem Rollator die Freiheit haben, spontan dabei zu sein. Wir alle profitieren davon, wenn Barrieren abgebaut werden, weil das Leben ohne Barrieren leichter ist wenn wir mit dem Rollenkoffer unterwegs sind, fremdsprachige Gäste vieles auch bildlich verstehen und wenn alle dabei sein können, ohne ständig um Hilfe bitten zu müssen.

„Rampen statt Mitleid“ ist ein guter Anfang. Alle können mitwirken und Barrieren abbauen. Beim Zugang zum eigenen Laden, der eigenen Internetseite, im Vereinsangebot und bei der Vorbereitung des nächsten Dorffestes. Damit alle Menschen selbstverständlich am Leben der Gemeinschaft teilhaben und sich gemeinsam für ein inklusives Ostholstein engagieren können.

Beteiligte im Projektverbund sind die Städte Eutin, Fehmarn, Heiligenhafen und Oldenburg i.H. sowie die Gemeinden Bosau und Malente. Eutin ist Trägerin des Projektes. (Text: P. Köster, die Ostholsteiner)

Auf der Internetseite www.ostholstein-wir-alle.de finden Interessierte nützliche Informationen und gute Beispiele.

Kontakt:

Lena Middendorf
Tel. 0 45 1 - 49 05 66 35

middendorf@lebenshilfe-ostholstein.de

Per Köster

Tel. 0 45 21 - 79 93 24

koester@die-ostholsteiner.de

Signet Barrierefreiheit Scandy
Signet Barrierefreiheit Scandy
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08. Juni 2021

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