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Auf Entdeckungsreise in Eutins Schatzkammer

Im Rahmen des Ferienpasses 2023 hat das Stadtarchiv Eutin erstmals insgesamt vier Führungen für Schülerinnen und Schüler von 7 bis 14 Jahren durchgeführt. Der Titel: „Entdecke Eutins Schatzkammer“ lockte insgesamt 18 Kinder und Jugendliche in das Stadtarchiv unter dem Rathausdach.

Die Kinder erhielten spannende Einblicke in einen Querschnitt der Bestände von 1469 bis 2023 des Stadtarchivs, welche altersentsprechend vermittelt wurden. Unter den vorgestellten Schätzen befanden sich Protokolle, Tagebücher, Gästebücher, Plakate, Kunstwerke, Baupläne Fotografien und Fotoalben sowie zahlreiche weitere Belege.

Beim Lesen eines Steckbriefes, der sich mit einem Schafdiebstahl aus dem Jahre 1829 beschäftigte, stellten die jungen Entdeckerinnen und Entdecker mit Stolz und Erstaunen fest, dass alte Schrift auf Anhieb lesbar sein kann. Wie der Dieb aufgrund der zeitgenössischen, ausschließlich schriftlichen Beschreibung gefasst werden konnte, blieb ein Rätsel (Abb.1). Die Suche nach Verbrechern im 20. Jahrhundert war da wesentlich einfacher, wie das Verbrecheralbum aus den 1920er Jahren mit echten Fotografien der Polizei gezeigt hat (Abb.2).

Mit einem handgezeichneten Bauplan von 1913 der Badeanstalt am Großen Eutiner See wurde auf eine weitere Freizeitaktivität für die Sommerferien verwiesen (Abb. 3.).

Neben dem ältesten Stadtbuch von 1469 waren die jungen Forscherinnen und Forscher an den zahlreichen Fotoalben und dem Fund aus der Zeitkapsel des Ehrenmals auf dem Markt besonders interessiert.


Am Ende stellte sich heraus, dass die Eutiner Schatzkammer zwar einige Münzen und Medaillen besitzt, aber der größte Schatz der Stadt sind die Menschen in Eutin. So finden sich im Stadtarchiv über jede Person, die in Eutin gewirkt hat, Informationen, seien es Handwerker, Soldaten, Durchreisende oder Einwohnerinnen und Einwohner, welche in Eutin geboren, verheiratet oder verstorben sind. Jede Person hinterlässt ihre Spuren, und im Stadtarchiv lassen sich diese Lebensgeschichten wiederentdecken.

Das Stadtarchiv Eutin bietet für Gruppen jeden Alters Führungen an.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Jakob Paul Sperrle unter Tel: 04521 793-253 oder per E-Mail:
stadtarchiv@eutin.de .

Foto 1:
Fandungsaufruf wegen Schafdiebstahls vom 8. August 1829. (Ausschnitt Beschreibung des Verdächtigen). Stadtarchiv Eutin, Historisches Archiv, Nr. 5449.

Foto 2:
Verdächtige aus dem Verbrecheralbum der Eutiner Polizei aus den 1920er Jahren.
Stadtarchiv Eutin, Historisches Archiv, Nr. 1707.

Foto3:
Plan der Badeanstalt am Großen Eutiner See von 1913 (Ausschnitt).
Stadtarchiv Eutin, Historisches Archiv, Nr. 966.

Archiv Abb. 1
Archiv Abb. 1
Archiv Abb. 1
Archiv Abb. 2
Archiv Abb. 2
Archiv Abb. 2
Archiv Abb. 3
Archiv Abb. 3
Archiv Abb. 3
23.08.2023 
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