Stadtvertretung stellt Weichen für Zukunft der Festspiele
Die Eutiner Stadtvertretung hat jetzt weitreichende Entscheidungen zur Zukunft der Festspiele getroffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Durchführung der Spielzeiten 2027 und folgende für zunächst drei Jahre an das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu vergeben. Das SHMF wird dabei als Dienstleister 34 Veranstaltungen (inklusive Gastspiele) einschließlich einer szenischen Produktion pro Jahr auf der Seebühne produzieren. Die künstlerische Leitung und Programmgestaltung liegt beim SHMF.
Dazu sagt Bürgermeister Sven Radestock: „Ich bin sehr froh über diese Entwicklung. Mit dem SHMF haben wir einen Partner im Boot, der für hervorragende künstlerische Qualität, für hohe Kompetenz und für eine professionelle Durchführung steht. Wir werden gemeinsam mit dem SHMF für 34 Veranstaltungen mit wunderbaren Konzerten und Inszenierungen auf der Seebühne sorgen. Das wird sich für unsere Geschäfte, Restaurants und Cafés positiv auswirken und die Innenstadt stärken.
Die Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival ist für uns die derzeit tragfähigste und wirtschaftlich wie kulturell überzeugendste Lösung, um die Zukunft der Eutiner Seebühne zu sichern, zeitnah wieder eine szenische Produktion zu ermöglichen und den Kulturstandort Eutin nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festival, Christian Kuhnt, ist von einer erfolgreichen Zusammenarbeit überzeugt: „Die Eutiner Festspiele haben sich über Jahrzehnte hinweg als fester Bestandteil der norddeutschen Kulturlandschaft etabliert und stehen für eine hohe künstlerische Qualität. Vor diesem Hintergrund versteht sich das Engagement des Schleswig-Holstein Musik Festival als ein Beitrag zur Stärkung dieses kulturellen Leuchtturms. Mit großem Respekt blicken wir auf die von Falk Herzog und seinem Team geleistete Arbeit der letzten Jahre. Wir freuen uns darüber, dass die Stadt Eutin nun die Voraussetzungen geschaffen hat, damit mit den Planungen für 2027 begonnen werden kann.“
Der Beschluss der Stadtvertretung sieht u. a. vor, dass nach der Spielzeit 2027 eine erste gemeinsame Auswertung der Saison und der Rahmenbedingungen mit dem SHMF erfolgt. Sowohl die Verwaltung als auch das SHMF sollen außerdem die Möglichkeit einer Saisonverlängerung prüfen. Damit verbunden ist auch eine eventuelle zusätzliche Nutzung der Eutiner Seebühne durch Dritte in enger Absprache mit dem SHMF.
Hintergrund:
Die Eutiner Festspiele haben ihre für den Sommer 2026 geplante Spielzeit abgesagt. Diese Entscheidung wurde von den Verantwortlichen mit erheblichen strukturellen, personellen und organisatorischen Herausforderungen begründet. Mit dem Ausfall der Spielzeit 2026 ist für die Stadt Eutin eine Situation entstanden, die kurzfristige Entscheidungen zur Zukunft der Eutiner Seebühne und zur langfristigen Sicherung des Kulturstandortes erforderlich macht.